Olivia und Henry haben Nachwuchs
Es ist immer wieder ein kleines Wunder, wenn sich plötzlich vier kleine silbergraue Federbällchen zum ersten Mal in der Natur zeigen, natürlich begleitet und bewacht von ihren Eltern. Olivia und Henry hatten fast sechs Wochen lang gebrütet, und das Ergebnis ist fulminant. Erst dachten wir, es sind "nur" Drillinge, als wir sie im Wasser schwimmend durchzählten. Doch weit gefehlt: Als sie das Wasser verließen, plumpste noch ein weiteres Küken aus dem Federkleid von Henry ins dichte, hohe Gras.
Also Vierlinge, wie beim letzten Mal im Oktober - wir berichteten. Obwohl sich die Küken damals, bis in den Dezember hinein, wunderbar entwickelten, starben sie alle, nach dem eiskalten Wintereinbruch. Da half leider auch nicht die Schutzhütte, die ihnen liebenswerte Menschen gebaut hatten.
Nun hoffen alle, dass Olivia und Henry ihre Küken gesund und munter großziehen dürfen. Die Voraussetzungen dafür sind für die im Frühling geborenen Küken natürlich wesentlich günstiger. Und hoffentlich sagen sich hier Fuchs und Marder nicht so oft gute Nacht.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
und brütet schon seit Wochen auf einem respektablen Nest
Nachdem Olivia im vergangenen Winter durch einen starken Kälteeinbruch leider ihren Nachwuchs verloren hat, ist sie wieder schwanger geworden. Bereits seit einigen Wochen brütet sie ihre Küken aus. Lange wird es voraussichtlich nicht mehr dauern, bis sie das Licht der Welt erblicken. Alle, die das Elend im vergangenen Jahr miterlebt haben, freuen sich natürlich mit den Eltern Olivia und Henry riesig darauf. Den Jahreszeitpunkt, den die beiden dieses Mal gewählt haben, bietet natürlich wesentlich günstigere Voraussetzungen für die Aufzucht der Küken, als beim letzten Mal.
Während Olivia größtenteils auf dem gut getarnten Nest sitzt, ist ihr holder Gatte Henry damit beschäftigt, alle übrigen Tiere vom Nest fernzuhalten. Er ist schon ein imposantes Kerlchen, wenn er sich nach oben reckt und seine mächtigen Flügel ausbreitet. Die hier momentan lebenden Kanadagänse nehmen alle schnell Reißaus, wenn er in seinem "aufgeblasenen" Zustand auf sie zuläuft. Auch die übrigen großen Wasservögel, die hier schon seit Jahren zu Hause sind, ließen sich nicht lange bitten, sondern suchten ebenfalls das Weite.
Nun warten alle auf den Moment, an dem sich das kleine Wunder vollzieht und silbergraue, junge Küken das Licht der Welt erblicken. Sind sie erst einmal da, wird es nicht lange unbemerkt bleiben, denn sie sind Nestflüchter. Haben Sie bitte Verständnis dafür, wenn wir den Standort nicht verraten, denn wir möchten, dass Olivia in Ruhe und Geborgenheit ihre Küken ausbrüten kann.
Unsere Redaktion wird aber weiter darüber berichten und wünscht Ihnen bis dahin eine gute Zeit.
Mit besten Grüßen
Karin und Jürgen Gerhard
Ein Statement für den Wolf, gegen die Wolfshysterie und seinen erleichterten Abschuss
In ganz Deutschland leben gerade einmal rund 1600 Wölfe, davon ganze 30 in Nordrhein-Westfalen (NRW). Im Gegensatz dazu, soll es nach Aussage der "Zeit" mittlerweile über 100 000 Jäger in NRW geben. Na dann, "Horrido".
Wir verurteilen die jetzige Entscheidung der CDU/CSU-, der SPD- und der AfD-Abgeordneten im Bundestag, den Wolf als bejagbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Dadurch wird der bisherige Schutz des Wolfes aufgeweicht. Wölfe gelten nämlich nach dem Bundesnaturschutz-Gesetz als streng geschützte Art. Ein Abschuss ohne Ausnahme-Genehmigung ist eine Straftat und kann mit hohen Geldstrafen oder bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug geahndet werden.
Folgende Gründe sprechen nach wie vor gegen einen Abschuss des Wolfes:
1. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist nicht gegeben!
2. Der Wolf ist die Gesundheitspolizei des Waldes. Kranke und schwache Wildtiere dienen dem Wolf als Nahrung. Eine übermäßige Ausbreitung dieser Wildtiere wird so auf natürlichem Wege verhindert. Somit trägt der Wolf durch sein Jagdverhalten wesentlich zur Gesundheit und Stabilität der Wildpopulation bei.
3. Der Wolf spielt auch bei der Waldverjüngung eine entscheidende Rolle, und das allein durch seine Anwesenheit. Gerade Hirsche und Rehe meiden Waldflächen, in denen sich Wölfe aufhalten. Junge Bäume können hier ohne starken Verbiss groß werden.
4. Der Mensch sollte nicht die Rudelstruktur zerstören. Der Abschuss einzelner Tiere kann das soziale Gefüge zerrütten, das gilt insbesondere für den Leitwolf. Notgedrungen weichen dann unerfahrene, junge Wölfe auf leichtere Beute aus, wie beispielsweise Nutztiere. Das führt dann zu Problemen, die wir uns alle nicht wünschen, sondern vermeiden wollen.
5. Um den Riss von Nutztieren zu vermeiden, gibt es andere wirksame Einrichtungen zum Herdenschutz, wie bereits die Vergangenheit bewiesen hat. Dazu gehören wirksame Zäune und Hunde.
Bemerkenswert ist, dass es mal eine Zeit gab, in der Schäfer sagten: "Ich habe 1000 Tiere, davon sind 50 für die Bären und Wölfe in der Natur". Heute will niemand mehr etwas an die Natur abgeben, offensichtlich nicht mal dann, wenn ihm der wirtschaftliche Schaden vom Staat erstattet wird.
6. Wölfe sind übrigens von Natur aus scheu und meiden den Kontakt zum Menschen. Historisch bedingte und durch Schauergeschichten gewachsene Ängste spiegeln nicht die Wirklichkeit wider. Und wie bereits in meinem Gedicht gesagt: "Der Wolf hat Rotkäppchen nie gekannt!“
Hoffentlich findet die Legislative in NRW den richtigen juristischen Ansatz, das Jagdgesetz so zu verändern, dass der Abschuss eines Wolfes, wie bisher, die absolute, unumgängliche Ausnahme bleibt! Schließlich leben in NRW, wie bereits erwähnt, gerade einmal 30 Wölfe und das bei über 100 000 Jägern.
Bei so vielen Jägern wird wohl eher der Mensch, als der Wolf zum Problem.
Übrigens: Wertvolle Informationen und Aktuelles über den Wolf, einschließlich eines Meldeformulars über Wolfssichtungen, finden Sie beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen unter https://www.wolf.nrw/wolf/de/aktuelles, dem wir natürlich auch diesen Artikel übersandt haben.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Jürgen und Karin Gerhard
Geburten- und Brutzeit im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal
Die Wasserflächen und Feuchtwiesen sind für Hunde tabu
Nimmt doch die Mehrheit der Hundefreunde grundsätzlich Rücksicht auf die Tierwelt im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal, so haben wir dort in den letzten Tagen wiederholt genau das Gegenteil erfahren müssen, und das in der Schonzeit!
Wir sind wahrhaftig keine Spaßbremsen, aber wenn ein Rudel von rund 10 und mehr Hunden weit ab von Wegen munter und vollkommen unkontrolliert durch die Wiesen und Wälder des Nonnenbachtals rast und nicht einmal vor den Wasser- und Sumpfgebieten haltmacht, dann geht das entschieden zu weit. Es ist rücksichtslos, solche "Hundefreunde" machen den anderen das "Gedinge" kaputt. Das kann letztendlich dazu führen, dass in Zukunft jeder Hund im NSG angeleint werden muss, auch diejenigen, die gehorchen - Das wäre schade! (Rein juristisch betrachtet, gilt im NSG ohnehin die Leinenpflicht.)
Zugegebenermaßen kann es im Moment zwar ganz nett aussehen, wenn eine Hundemeute herumtollt und zeigt, welche Freude Hunde untereinander haben können und wie viel Leben in ihnen steckt - aber gelinde gesagt, tut es den übrigen schutzlosen Lebewesen im Naturschutzgebiet wahrlich nicht gut. Und damit meinen wir nicht die übernatürlich vielen Mäuse im Nonnenbachtal, sondern das Rehwild, die Hasen, die Fasane oder auch die Wasservögel und andere, die sich zurzeit dort niederlassen. Sie suchen momentan alle ein ruhiges, geschütztes Plätzchen für die Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses. Das muss respektiert werden! Gerade richtige Hundefreunde sind der Natur besonders zugewandt und nehmen Rücksicht, so zumindest unser Eindruck.
Unsere Redaktion hat auch einen Hund, einen Jack-Russell-Terrier. Doch sein "Herrchen" ist kein Jäger, und wenn, dann nur mit der Fotokamera. Trastl (sein Spitzname), der ihn täglich durchs Nonnenbachtal begleitet, hat schon als kleiner Welpe gelernt, bei dem Kommando "Steh" an dem Ort zu verharren, wo er sich gerade befindet. Das funktioniert bis heute sehr gut, auch wenn sich Wildtiere wie Rehe oder Hasen in der Nähe zeigen.
Und nur so hat sein Herrchen die Möglichkeit, diese bildhübschen Wildtiere in Ruhe zu beobachten und sie auch eindrucksvoll abzulichten, wie die vielen Fotografien über Jahre in den "Westfälischen Nachrichten (WN)" und jetzt in unserer Online-Zeitung "Nottulner Blickpunkt (NB)" zeigen.
Fast alle Menschen empfinden bei Begegnungen mit den Wildtieren viel Freude und diejenigen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, erfreuen sich an den bebilderten Artikeln im NB.
Unsere Redaktion will das erst einmal nicht weiter ausführen, bittet aber alle Hundefreunde abschließend noch einmal, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Hunde nicht in die geschützten Gebiete eindringen. Und das schon gar nicht in der Schonzeit, in der die Wildtiere geboren oder ausgebrütet und aufgezogen werden.
Auch die Wasserfläche in der Wiese am Wasserwerk gehört zu den Schutzgebieten und ist wahrhaftig keine Hundebadewanne. Dort nisten momentan Wildgänse und Stockenten! Rehe werden hier in Kürze ihre Kitze setzen usw.
Übrigens: Eine Hundemeute gehört im Naturschutzgebiet an die Leine, sonst steckt ein Hund den anderen mit seinem Freiheits- und Rudeldrang sowie seinem Jagdtrieb an. Das kann ich als erfahrener Hundeausbilder, Übungsleiter und erfolgreicher Hundeführer im DVG und SV sagen.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Kröten und Bergmolche wandern zu ihren Laichplätzen
Die momentan steigenden Temperaturen sind der Anlass, dass sich die Kröten auf den Weg zu ihren Laichplätzen begeben. Heute Nacht entdeckten wir auf dem Ludgeruspättken die ersten Exemplare. Offensichtlich war der Mühlenteich ihr Ziel. In einem Abstand von einem halben bis zu einem Meter untereinander saßen sie ruhig auf dem Boden und waren ohne Taschenlampe kaum zu erkennen. Somit besteht die Gefahr, dass sie durch Fußgänger oder Radfahrer verletzt oder getötet werden können.
Kröten wandern oft mehrere Tage zu den bis zu mehreren Kilometern entfernten Laichplätzen, schließlich schaffen sie täglich nur rund einen halben Kilometer. Nachts halten sie sich oft auf dem durch Sonneneinstrahlung aufgewärmten Straßenasphalt auf, dort sind sie durch den Verkehr besonders gefährdet.
Alle Kröten scheiden übrigens aus den Drüsen ihrer warzigen Haut starke Bitterstoffe aus, die sie vor Hautparasiten, aber auch vor möglichen Fressfeinden wie Ringelnatter und Storch schützen. Haben Sie die Kröte mit bloßen Händen angefasst, sollten Sie danach auf keinen Fall ihre Augen oder ihren Mund berühren. Handschuhe sind beim Anfassen und Transportieren hilfreich. Diese Bitterstoffe sind bereits in den 3.000 bis 8.000 Eiern, die sie in Laichschnüren ins Gewässer abgeben und somit auch in den daraus entstehenden Kaulquappen eingelagert. Sie schützen sie vor ihren Fressfeinden, den Fischen.
Erstaunt waren wir über einige Bergmolche, die wohl ebenfalls dasselbe Ziel, den Mühlenteich hatten. Aufgrund ihrer dunkelgrauen Oberseite waren sie nur schlecht auf dem Boden zu erkennen. Auch sie bewegten sich kaum und sind der gleichen Gefahr ausgesetzt. Bergmolche sind übrigens sehr hübsch und filigran, ihre Unterseite ist bei den Männchen orangerot gefärbt.
Wir möchten Sie bitten, in den nächsten Tagen überall Acht auf Kröten, Bergmolche und alle anderen Lurcharten zu geben, damit sie unverletzt ihre Laichplätze, in denen sie auch geboren wurden, erreichen. Die Kröten- und Bergmolchwanderung dauert noch mindestens bis Ende März an, kann sich aber aufgrund der Witterungsbedingungen noch bis Mitte April hinziehen. Nach dem Ablaichen (Ende März/Anfang April) zieht sich die Kröte wieder auf das Festland zurück und besiedelt Offenland, Wälder und gerne auch Gärten.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Der "Übeltäter" wurde endlich gesichtet ...
Schon seit Wochen treibt der große Kerl wieder sein "Unwesen" im Nonnenbachtal: Formidable Erdhügel zeugen davon! Oft und lange habe ich auf der Lauer gelegen. Doch erst heute Morgen hatte ich das große Glück, ihn zu erwischen, obwohl er versuchte, sich hinter einem großen Erdhügel zu verstecken. Es ist wahrhaftig ein Prachtkerl, ein Königsmaulwurf eben, allerdings mit seltsam großen Ohren. In der Fachliteratur war nichts über diese seltsame Gattung zu erfahren, so tief ich auch recherchierte.
Der Versuch, mit dem braunen Kerlchen mehr Tuchfühlung aufzunehmen, schlug fehl, blitzartig flüchtete er. Noch nie habe ich einen Maulwurf so schnell laufen sehen. Schon ein seltenes Exemplar, hat nicht nur lange Ohren, sondern auch noch lange Beine. Vielleicht handelt es sich ja um einen Neozoen beziehungsweise Neophyten.
Wir werden das quirlige Kerlchen im Auge behalten, schließlich sind Maulwürfe wahrhaftig keine Übeltäter oder treiben ihr Unwesen, sondern sind äußerst nützlich und unentbehrlich für das Ökosystem und den Artenschutz, denn:
Sie sind Bodenverbesserer, indem sie den Boden belüften und lockern, was das Pflanzenwachstum fördert.
Sie sind Schädlingsbekämpfer, denn ein Maulwurf frisst täglich etwa die Hälfte seines Körpergewichts, darunter Engerlinge (Larven von Maikäfern), Schnakenlarven, Schnecken und andere Schädlinge, die Pflanzenwurzeln angreifen.
Sie vertreiben Kleinsäuger, wie Wühlmäuse aus ihrem Revier.
Sie hinterlassen wertvolle Erde, denn der Aushub der Maulwurfshügel ist nährstoffreich und unkrautfrei. Diese Erde eignet sich gut als Pflanz- oder Anzuchterde (Darf aber aus einem Naturschutzgebiet nicht entnommen werden).
Und ganz wichtig: Sie fördern die Artenvielfalt, denn ihre unterirdischen Gänge bieten Schutz und Lebensraum für andere Tiere wie Wildbienen, Erdkröten und Regenwürmer.
Diese Pfundskerle sind also unentbehrlich für unser Ökosystem und die Artenvielfalt!
Da kann man nur hoffen, dass die Gemeinde Nottuln, als Eigentümer dieser Wiesen im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal, dafür Sorge trägt, dass der Landwirt, der hier die Mahd vollzieht, nicht alles plattwalzt, das ist nicht zulässig!
Und das aus gutem Grunde, denn die Erdhügel sind überlebenswichtig für die geschützten Maulwürfe. Sie dienen dazu, Frischluft in das unterirdische Gangsystem zu leiten. Maulwürfe benötigen unbedingt den darin enthaltenen Sauerstoff. Werden die Löcher unter den Hügeln verschlossen, kann der Maulwurf ersticken.
Maulwürfe sind übrigens nach der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Es ist verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Nester und Lebensstätten (Gänge) zu beschädigen. Hügel sind Teil des Gangsystems und dienen, wie bereits angeführt, der Belüftung des Gangsystems. Das Zerstören der Hügel (Plattwalzen) wird als Beschädigung der Lebensstätte gewertet. Verstöße hiergegen werden als Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Bußgeldern geahndet, insbesondere dann, wenn der Verstoß in einem Naturschutzgebiet stattfindet.
Und wenn Sie als Naturfreundin oder Naturfreund im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal spazieren gehen, dann halten Sie Ausschau: Vielleicht begegnen ja auch Sie diesem großartigen, quirligen Königsmaulwurf. Er ist schon bemerkenswert, denn er verschwindet nicht wie üblich über den Maulwurfshügel in sein unterirdisches Gangsystem, sondern gibt Hackengas und sucht das Weite. Und wenn Sie ganz genau hinschauen, werden Sie vielleicht auch erkennen, um wen es sich hier wirklich handelt, oder?
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

