Blickpunkt Nottuln
05.04.2026
Blickpunkt Nottuln
Fast wie ein impressionistisches Bild: Die derzeitige Feuchtwiesen- und Wasserlandschaft im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal, gegenüber des Wasserwerkes. Auch hier ist das Brutgebiet von vielen Wasservögeln, wie Graugänsen, Stockenten und anderen
Blickpunkt Nottuln
Hasenkinder sind in ihrer Sasse (oft am Waldrand) ziemlich schutzlos den Witterungsbedingungen, aber auch allen äußeren Einflüssen ausgesetzt
Blickpunkt Nottuln
Diese bildhübsche Fasanenhenne mit ihrem reizenden Nachwuchs wurde auf der Wiese, gegenüber dem Wasserwerk, abgelichtet.

Hundeführer werden um besondere Rücksichtnahme gebeten

Geburten- und Brutzeit im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal
Die Wasserflächen und Feuchtwiesen sind für Hunde tabu

Nimmt doch die Mehrheit der Hundefreunde grundsätzlich Rücksicht auf die Tierwelt im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal, so haben wir dort in den letzten Tagen wiederholt genau das Gegenteil erfahren müssen, und das in der Schonzeit!
Wir sind wahrhaftig keine Spaßbremsen, aber wenn ein Rudel von rund 10 und mehr Hunden weit ab von Wegen munter und vollkommen unkontrolliert durch die Wiesen und Wälder des Nonnenbachtals rast und nicht einmal vor den Wasser- und Sumpfgebieten haltmacht, dann geht das entschieden zu weit. Es ist rücksichtslos, solche "Hundefreunde" machen den anderen das "Gedinge" kaputt. Das kann letztendlich dazu führen, dass in Zukunft jeder Hund im NSG angeleint werden muss, auch diejenigen, die gehorchen - Das wäre schade! (Rein juristisch betrachtet, gilt im NSG ohnehin die Leinenpflicht.)

Zugegebenermaßen kann es im Moment zwar ganz nett aussehen, wenn eine Hundemeute herumtollt und zeigt, welche Freude Hunde untereinander haben können und wie viel Leben in ihnen steckt - aber gelinde gesagt, tut es den übrigen schutzlosen Lebewesen im Naturschutzgebiet wahrlich nicht gut. Und damit meinen wir nicht die übernatürlich vielen Mäuse im Nonnenbachtal, sondern das Rehwild, die Hasen, die Fasane oder auch die Wasservögel und andere, die sich zurzeit dort niederlassen. Sie suchen momentan alle ein ruhiges, geschütztes Plätzchen für die Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses. Das muss respektiert werden! Gerade richtige Hundefreunde sind der Natur besonders zugewandt, so zumindest unser Eindruck.

Unsere Redaktion hat auch einen Hund, einen Jack-Russell-Terrier. Doch sein "Herrchen" ist kein Jäger, und wenn, dann nur mit der Fotokamera. Trastl (sein Spitzname), der ihn täglich durchs Nonnenbachtal begleitet, hat schon als kleiner Welpe gelernt, bei dem Kommando "Steh" an dem Ort zu verharren, wo er sich gerade befindet. Das funktioniert bis heute sehr gut, auch wenn sich Wildtiere wie Rehe oder Hasen in der Nähe zeigen.
Und nur so hat sein Herrchen die Möglichkeit, diese bildhübschen Wildtiere in Ruhe zu beobachten und sie auch eindrucksvoll abzulichten, wie die vielen Fotografien über Jahre in den "Westfälischen Nachrichten (WN)" und jetzt in unserer Online-Zeitung "Nottulner Blickpunkt (NB)" zeigen.
Fast alle Menschen empfinden bei Begegnungen mit den Wildtieren viel Freude und diejenigen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, erfreuen sich an den bebilderten Artikeln im NB.

Unsere Redaktion will das erst einmal nicht weiter ausführen, bittet aber alle Hundefreunde abschließend noch einmal, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Hunde nicht in die geschützten Gebiete eindringen. Und das schon gar nicht in der Schonzeit, in der die Wildtiere geboren oder ausgebrütet und aufgezogen werden. 
Auch die Wasserfläche in der Wiese am Wasserwerk gehört zu den Schutzgebieten und ist wahrhaftig keine Hundebadewanne. Dort nisten momentan Wildgänse und Stockenten! Rehe werden hier in Kürze ihre Kitze setzen usw.

Übrigens: Eine Hundemeute gehört im Naturschutzgebiet an die Leine, sonst steckt ein Hund den anderen mit seinem Freiheits- und Rudeldrang sowie seinem Jagdtrieb an. Das kann ich als erfahrener Hundeausbilder, Übungsleiter und erfolgreicher Hundeführer im DVG und SV sagen. 

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard