Blickpunkt Nottuln
18.07.2024
Blickpunkt Nottuln
Hier sehen Sie ein diesjähriges Prachtexemplar eines Admirals, ansonsten haben sich früher auf unseren sogenannten Schmetterlingssträuchern (Buddleja) im Garten viele Schmetterlingsarten nur so getummelt
Blickpunkt Nottuln
Lichtdurchdrungen saugt ein Aurorafalter Nektar aus einem Blütenkelch

Schmetterlingsalarm

Kaum noch Schmetterlinge im Nonnenbachtal und Hausgärten

Kein anderes Tier ist so beliebt wie der Schmetterling. Schließlich sind Schmetterlinge Sinnbilder für eine intakte Natur und eine besonders lebenswerte Umwelt. Und, ist es nicht wie ein Wunder, wenn aus einer mitunter nicht gerade hübschen Raupe durch geheimnisvolle Umwandlung über eine unscheinbare Puppe ein farbenfroher, schillernder, prächtiger Schmetterling entsteht.

Es gibt viele literarische Aussprüche über die filigranen Gaukler der Lüfte, doch der schönste, den ich je vernahm, lautet:
"Das Leben soll sein wie ein Schmetterling an einem Sommertag" - wer wünscht sich das nicht.

Doch so schön die Sonne auch scheint, die zahlreichen Tagfalter der vergangenen Jahre, auch Kinder der Sonne genannt, bleiben aus. Insbesondere die kleinen Füchse, die unsere Schmetterlingssträucher und Blumen massenhaft besiedelten, scheinen fast ausgestorben zu sein. Das ist leider auch im angrenzenden Naturschutzgebiet Nonnenbachtal zu beobachten, wie uns dort angetroffene Spaziergänger unsere Feststellungen bestätigten.

Die Gründe hierfür sind hinreichend bekannt: Es ist der Schwund von geeignetem Lebensraum, den sie zum Überleben benötigen!

So sind einige Schmetterlinge auf eine oder zwei Arten von Pflanzen spezialisiert. Doch leider werden aufgrund von Klimaveränderungen oder auch Überdüngung von Wiesen beziehungsweise durch den Einsatz von Pestiziden diese Pflanzen immer seltener. Ein sehr gutes Beispiel bietet der Aurorafalter, dessen Raupen sich von Wiesenschaumkraut und der Knoblauchrauke ernährt. Während es anderswo immer weniger vorkommt, so kommt gerade das Wiesenschaumkraut auf den Wiesen im Trinkbrunnenbereich des Nonnenbachtals noch häufiger vor. Insofern ist der Aurorafalter - siehe Bild links - auch noch an so manchen Stellen im Nonnenbachtal zu finden.

Auch wenn es einige gute Beispiele gibt, so ist doch die allgemeine Entwicklung des Lebensraumes für unsere Schmetterlingsarten sehr negativ: zwei Drittel sind gefährdet, manche sogar ausgestorben. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Artikel mit Bildergalerie im Nottulner Blickpunkt zu veröffentlichen, um aufzuzeigen, welche Schmetterlingsarten noch vorhanden sind, welche sich verringert haben oder welche hier kaum noch in Erscheinung treten.

Der Artikel wird in Kürze ergänzt!

Mit sonnigen Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard