Blickpunkt Nottuln
12.06.2024
Blickpunkt Nottuln
Die aus massivem Hartholz bestehenden Stühle sehen gut erhalten und nachhaltig aus, auch die Polsterung ist nicht zu beanstanden, wie hier deutlich wird.
Blickpunkt Nottuln
Was diese Stühle schon alles ausgehalten haben und noch aushalten können. Zudem paasen sie im Gegensatz zu modernen Stühlen sehr gut in die Räumlichkeiten des Festsaals und hamonieren auch mit den zeitgemäßen Messingkronleuchtern
Blickpunkt Nottuln
Die Federkernpolsterung wurde fachmännisch ausgeführt und der Zustand ist gut, wie man hier sehen kann
Blickpunkt Nottuln
Die Bürger und hochrangigen Politiker aus Nottuln, dem Kreis Coesfeld und Deutschland würden sicherlich gerne wieder auf den gleichen Stühlen Platz nehmen, denn bequem sind sie und einen kalten Hintern bekommt man auch nicht

Stühle aus massiver Eiche in Ordnung

Wo bleibt da die Nachhaltigkeit?

Zur Erinnerung: Die Gemeindeverwaltung bzw. der Bürgermeister wollen, nachdem Sie die Grundsteuer B für die Eigenheime der Nottulner Bürger um 17 % angehoben haben, jetzt die Bestuhlung in der Alten Amtmannei und in der Aschebergschen Kurie erneuern, Gesamtkosten 125.850 Euro! Das sind bei 200 Stühlen 78.000 Euro und somit 390 Euro pro Stuhl. Zusätzlich sollen für den Betrag von 47.850 Euro noch 11 Stapelwagen und 40 Klapptische angeschafft werden, siehe auch https://www.nottuln.de/sessionnet/sessionnetbi/getfile.php?id=62319&type=do (Wobei unser Redaktion bei dieser Aufstellung nicht ganz klar ist, warum 120 Stühle bei der Aschebergschen Kurie und nur 80 bei der Alten Amtmannei gelistet wurden und die Klapptische bei der Aschebergschen Kurie und nicht bei der Alten Amtmannei?)

Diese Anschaffung wurde aber durch den Rat erst einmal mit einem Sperrvermerk versehen. Nun, ein paar Wochen später, soll das Ziel schon wieder die Aufhebung des Sperrbeschlusses sein. Der Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes ist sich wohl sehr sicher, dass die Empfehlung des Finanzausschusses an den Gemeinderat am heutigen Abend (30.4.2024), positiv ausfallen wird.

Urteilen Sie bitte selbst
Unsere Redaktion hat das gestrige Demokratiefest auch zum Anlass genommen, sich die jetzt bestehende Bestuhlung einmal genauer anzusehen. Hatten wir doch bei Veranstaltungen öfters die Gelegenheit, auf den massiven Holzstühlen Platz zu nehmen. Hierbei haben wir die von den Westfälischen Nachrichten beschriebenen Mängel nicht feststellen können. Auch nach dem  gestrigen stichprobenartigen Prüfen von mehreren Stühlen können wir diese Mängel nicht bestätigen. Die aus massivem Hartholz bestehenden Stühle sehen gut erhalten und nachhaltig aus, auch die Polsterung ist nicht zu beanstanden. Damit Sie auch einen optischen Eindruck von den Stühlen bekommen, haben wir diese fotografiert und in den Artikel eingestellt: Urteilen Sie bitte selbst. 

Nachhaltig sein
Und sollte der eine oder andere Stuhl unter dem Gewicht von etwas schwergewichtigen Personen einmal etwas knarzen oder der Reparatur bedürfen, so gibt es doch in Nottuln eine gute Werkstatt, die dies ohne weiteres kostengünstig beheben kann. Übrigens haben wir kürzlich unsere massiven Holzstühle von einem Nottulner Unternehmen mit einem sehr guten Stoff neu aufpolstern lassen, das hat uns pro Stuhl 120 Euro gekostet. Wir finden, wenn die Gemeinde glaubhaft bleiben will, kann sie nicht nur die Nachhaltigkeit predigen, sondern muss sie auch selbst praktizieren.

Insofern gilt unsere Empfehlung:
"Sperrvermerk weiter aufrechterhalten!" So dicke hat es die Gemeinde Nottuln ja nun wirklich nicht, sonst hätte sie, wie bereits angemerkt, die Grundsteuer B für Eigenheimbesitzer -  im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden - ja nicht gleich um 17 % anzuheben brauchen.

Aufzugsanlage vorrangig in der Alten Amtmannei realisieren
Wenn etwas wirklich dringenden Bedarf hat, dann ist es die kurzfristige Realisierung eines Aufzuges für die vielen in Nottuln wohnenden bewegungseingeschränkten Menschen, die darauf angewiesen sind. Dann können endlich auch sie an Veranstaltungen in der Alten Amtmannei teilnehmen; das hat für uns absoluten Vorrang, hoffentlich auch für Sie.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard