Bildband wird neu aufgelegt
Aufgrund der anhaltenden Nachfrage hat unsere Redaktion sich entschlossen, den Bildband "Nottuln ... ein starkes Stück Heimat" im kommenden Jahr neu aufzulegen. Die bisherige Auflage ist schon seit einiger Zeit ausverkauft. Der Gewinn ging ausnahmslos an die Kinderkrebshilfe Münster e.V. (siehe auch https://www.nottuln-blickpunkt.de/651-gemeinsam-helfen-wir-leben).
Interessant und bewegend war für uns, zu erfahren, dass der Bildband auch den Weg in andere Länder gefunden hat, beispielsweise Amerika und Australien. Nottulner Eltern haben ihn an ihre Kinder geschickt, die ihren Arbeitsplatz oder ihre Liebe weitab von Nottuln gefunden hatten. Vielleicht auch in der Hoffnung, dass sie eines Tages wieder den Weg zurück in ihre Heimat nach Nottuln antreten werden.
Doch die Zeit ist auch in Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten nicht stehen geblieben. Der Bildband wird daher einige Ergänzungen und Veränderungen erfahren. Deshalb brauchen wir noch ein bisschen Zeit und bitten um Ihre Geduld. Angeblich ist ja die Vorfreude die größte Freude. Der Bildband ist dann wieder in der Stiftsbuchhandlung Esplör in Nottuln erhältlich. Den genauen Termin werden wir rechtzeitig bekanntgeben.
Den damaligen Artikel mit Bildergalerie zur Erstvorstellung des Bildbandes mit 304 Seiten und 380 Fotografien können Sie gerne einsehen unter https://www.nottuln-blickpunkt.de/313-nottuln-ein-starkes-stueck-heimat.
Bis dahin "Guet goan" und bleiben oder werden Sie gesund!
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Sophia Ruff und ihre selbst erstellte historische Kleidung
Auf den Daruper Landtagen unterhielten wir uns wie jedes Jahr, mit vielen interessanten Menschen, die alle das gleiche verband: die Kunst und die Liebe zu dem, was sie gestalten und ausstellen. Die einen betreiben es als Hobby, andere müssen auch davon leben können.
Heute möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Sophia Ruff und ihre Kunst präsentieren. Wir trafen sie im AWO-Bildungshof in Darup, dessen nachweisbare Geschichte spätestens im 15. Jahrhundert begann. Dort zeigte sie sich uns in einem bildhübschen historischen Kostüm. Wir waren sehr beeindruckt!
Das Kostüm hat sie nach einer Modezeichnung aus dem 19. Jahrhundert selbst gefertigt. Der dazu vorliegende alte Schnitt entsprach aber der Kostümgröße 46. Keine idealen Voraussetzungen, wenn man selbst die Größe 36 hat. Umso mehr bewunderten wir ihre Geschicklichkeit, das Kostüm mit Jäckchen auf ihre Größe zu adaptieren. In letzterem konnte man noch die Stecknadeln erkennen, die eine verzierende Bordüre fixierten. Sophia war gerade dabei, sie von Hand anzunähen.
Trotzdem machte sie uns die Freude und zog das Jäckchen mit den Keulenärmeln, die erstmals Ende des 16. Jahrhunderts aufkamen und insbesondere im Biedermeier und dann wieder um 1900 modern waren, noch schnell einmal über. So konnten wir das von ihr präsentierte Gesamtkunstwerk vor dem historischen AWO-Bildungshof fotografisch festhalten: bezaubernde Anblicke – vielen Dank dafür.
Hinweis: In der anschließenden Bildergalerie können Sie sich weitere Fotografien anschauen.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Ein großartiges Dorf wird vergoldet
Jetzt wurde dat kleine Duorp in‘t Mönsterland endgültig zum Golddorf ernannt, nachdem es bereits vorher auf Landesebene geschah. Zusammen mit sieben anderen Golddörfern konnten die Daruper Bürgerinnen und Bürger die Jury im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" von ihrem ständigen Handeln und Wirken für eine gute dörfliche Zukunft überzeugen. Insgesamt musste die Bundesjury 25 Dörfer bereisen und bewerten.
Unsere Redaktion gratuliert allen Daruperinnen und Darupern ganz herzlich zu dieser Auszeichnung!
Für unsere Redaktion ist es ein guter Anlass, auch in unserer Onlinezeitung "Nottulner Blickpunkt" einen Artikel über dat kleine Duorp in't Mönsterland einzustellen, nachdem sie bereits im Printmedium "Blickpunkt Westmünsterland" darüber berichtet hatte. Er handelt von einem ganz besonders geschichtsträchtigen, sich mitten im Dorf befindenden Gebäude, welches passenderweise auch noch "Haus Darup" heißt.
Anreise ins Golddorf
Wenn Sie von Nottuln aus, auf der Bundesstraße 525 oder auf dem danebenliegenden Fahrradweg nach Coesfeld fahren, erscheint nach circa drei Kilometern rechter Hand, das Dorf Darup. Seit 1975 ist es mit jetzt 2183 Einwohnern Ortsteil der Gemeinde Nottuln. An der ersten beampelten Kreuzung fahren Sie bitte nicht geradeaus, sondern biegen rechts ab und folgen der Coesfelder Straße. Es lohnt sich, denn Sie finden hier ein charmantes Dorf mit vielen Sehenswürdigkeiten, das seine dorftypischen Eigenschaften und Strukturen bewahrt hat.
Außerdem hat Darup innovative und kreative Bürger, die es immer wieder verstehen, ihr Dorf lebendig zu gestalten und es mit vielen Projekten in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Das beeindruckte wohl ebenfall die Bundesjury. Reisen Sie übrigens mit dem PKW an, so können Sie direkt nach dem Rechtsabbiegen, auf dem großen Parkplatz vor Ort parken und sind nach einem kleinen Spaziergang mitten im Dorf angekommen. Weitere Parkplätze finden Sie innerorts auf den Parkstreifen oder auf dem Parkplatz vor der Kirche. Nicht weit davor liegt das Haus Darup mit seiner Hofanlage.
Haus Darup, jahrhundertealter Adelssitz und repräsentativer Amtssitz des ersten Landrates von Coesfeld
Wer an einem sonnigen Tag ein paar Schritte durch die großen Torpfeiler des Hofes Darup geht, der darf sich nicht wundern, wenn es ihm die Sprache verschlägt. Vor ihm liegt eine mächtige dreiflügelige Hofanlage. Rechterhand steht das eindrucksvolle Haus Darup, in dem heute die Mutter von Theo Struwe, Charlotte Struwe, wohnt. Ihr Sohn betreibt zusammen mit seiner Frau Vera den landwirtschaftlichen Betrieb. 1939 hatten seine Eltern die Hofanlage erworben. Dahinter liegen das anheimelnde Taubenhäuschen und die Hofanlage mit Pferdeställen sowie ein Gebäudetrakt für die Unterbringung von Landmaschinen. Linkerhand befindet sich das geschmackvolle Wohngebäude der jungen Familie Struwe, die es geduldig hinnimmt, wenn Besucher des Dorfes einen kurzen Blick in die Hofanlage werfen und ein Foto machen.
Geschichtlicher Rückblick
Das Haus Darup ist untrennbar mit dem Adelsgeschlecht derer von Bönninghausen verbunden. Es hat eine lange Geschichte, die ich Ihnen verkürzt näherbringen möchte: Bernhard von Dodorpe (später Darup) war der erste Eigentümer von Haus Darup. Ab dem 15. Jahrhundert fand ein häufiger Eigentümerwechsel statt, bis schließlich 1714 die Witwe Sybilla von Gahlen den Witwer Generalmajor Casper Lothar Diedrich von Bönninghausen aus Esloe-Bremscheid in der Kirche zu Darup heiratete. Aus der gut 200 Jahre anhaltenden Ära der von Bönninghausen ging ihr berühmtester Vertreter Clemens Franz Maria von Bönninghausen hervor, ein Universalgenie, wie sich später herausstellen sollte. Im Jahre 1815 ordnete sich Europa durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses neu und Westfalen kam zum Königreich Preußen.
Clemens von Bönnighausen, erster Landrat vom Kreis Coesfeld
In diesem Zusammenhang bildete sich auch der Kreis Coesfeld neu und Clemens von Bönninghausen wurde 1816 erster Landrat mit Amtssitz im Haus Darup. Bereits 1822 wurde er zum Generalkommissar des Katasters für das Rheinland und Westfalen befördert. 1826 übernahm er die Leitung des Botanischen Gartens in Münster und kurz danach die Leitung der botanischen Exkursion an der chirurgischen Lehranstalt zu Münster.
International anerkannter Homöopath
Seine späte Passion fand er nach einer ernsthaften Erkrankung in der Homöopathie. Er gilt heute noch als Wegbereiter dieses Heilverfahrens. Seine Büste am Hofeingang wurde maßgeblich durch die Volksbank Nottuln und durch die Kreissparkassenstiftung Westmünsterland finanziell gefördert. Am 18. Mai 2014, dem Tag des Denkmals, wurde die Büste durch Lothar Freiherr von Bönninghausen, Ururenkel des Clemens von Bönninghausen, feierlich enthüllt. Sie stammt aus der Glockengießerei in Gescher. Das Modell dazu fertigte der Künstler Burkhard Hoppe aus Coesfeld an.
Dem studierten und promovierten Juristen Clemens Franz Maria Freiherr von Bönninghausen, geb. am 12. März 1785 auf Gut Herinckhave bei Tubbergen in den Niederlanden, wurden viele Ehrungen zuteil. Er wurde nicht nur zum ersten Landrat in Coesfeld ernannt, sondern erlangte auch in seiner späteren Tätigkeit als Homöopath internationale Anerkennung. Die Universität zu Cleveland (Ohio, USA) verlieh ihm 1854 die Ehrendoktorwürde. Selbst heute noch gehören seine Fachbücher zu den Grundlagen der Homöopathie. Seine berühmtesten Patientinnen waren die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und die französische Kaiserin Eugenie de Montijo, Ehefrau von Kaiser Napoleon Bonaparte III. Dieser ernannte ihn auch 1861 zum Ritter der französischen Ehrenlegion. Doch seiner Leidenschaft als Landwirt auf seiner Hofanlage Haus Darup blieb Bönninghausen Zeit seines Lebens treu. Clemens von Bönninghausen, verstarb am 25. Januar 1864 in Münster.
Die Hofanlage Haus Darup heute
Die Hofanlage wird heute noch als landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb von der Familie Struwe genutzt. Auf den Feldern wird größtenteils Getreide, Mais und Zuckerrüben angebaut. Außerdem wird die Schweinemast betrieben. Natürlich gibt es, wie es sich im Münsterland gehört, auch Pferde auf dem Hof. Wenn sie nicht auf der Weide stehen oder geritten werden, sind sie in großen Boxen untergebracht. Ein angenehmer, typischer Geruch, stieg mir in die Nase, als ich den Pferdestall betrat. Zwei junge Reiterinnen waren eifrig mit der Fütterung und der Pflege ihrer Pferde beschäftigt, die zufrieden schnaubten.
Ein märchenhaftes Geflügelhaus
Das aufwendig gestaltete Geflügelhaus steht neben der Gräfte. In der unteren Etage hatten Gänse und Enten, in der mittleren Hühner, und in der oberen Tauben ihr Zuhause. Nie hätte ich vermutet, dass unsere gefiederten Freunde einmal so edel untergebracht waren. Mit seinem Türmchen hat es was Märchenhaftes an sich, und es hätte mich damals sicherlich nicht gewundert, wenn eine herausfliegende weiße Taube sich plötzlich in eine wunderhübsche Prinzessin verwandelt hätte.
Kreative Bürger mit vielen Ideen: Walk of Memories in Darup
Ein Teil der Kosten für die Bronzebüste von Bönninghausen wurde mit dem Verkauf vieler Messingsterne finanziert. Daruper Bürger, Familien, Gemeinschaften, Vereine und Unternehmen, konnten einen Stern erwerben und darauf den eigenen Namen oder einen Namen ihrer Wahl und das Datum eines Ereignisses eingravieren lassen. Sie finden die großen und kleinen Sterne auf dem „Weg der Erinnerungen“ von der Kirchentreppe bis zur Büste. Das Wappen derer von Bönninghausen im Hofgebäude symbolisiert weiter die Geschichte des Hauses Darup. Es ist nach wie vor eines der beeindruckendsten Gebäude in Darup mit wahrhaftig großem geschichtlichen Hintergrund.
Doch gibt es noch einige andere, bemerkenswerte Gebäude im Dorf, wie die Kirche Ss. Fabian und Sebastian, die alte Diele, ehemals ältestes Gasthaus im Münsterland, den AWO-Bildungshof, die Hofanlage Schulze-Darup, das Gut Feismann (Tiergestütztes Kinderhospiz) und den alten Hof Schoppmann mit seinem Naturschutzzentrum. Das ist ein beeindruckendes Pfund an historischen Gebäuden, die auch heute noch vielseitig genutzt werden. Die Empfehlung unserer Redaktion lautet: "Besuchen Sie das hübsche Golddorf doch einmal und schauen Sie es sich zusammen mit Ihrer Familie an, vielleicht auch zur Daruper Landpartie.
Dieses seit Jahren etablierte Kunst- und Kulturwochenende in Darup findet jährlich am letzten Augustwochenende statt. Das mehrfach preisgekrönte Golddorf verwandelt sich in ein großes Freiluft-Atelier, in dem Künstler an und in Höfen und Gärten ausstellen. Ene allseits beliebte Veranstaltung die eine Magnetwirkung auf das gesamte Münsterland und darüber hinaus hat. Mehr über die Daruper Landpartie, die am Samstag, dem 29. August, von 13 -18 Uhr und am Sonntag, dem 30. August, von 11-18 Uhr stattfindet, erfahren Sie unter: https://www.daruper-landpartie.de/. Wir wünschen Ihnen einen elebnisreichen, angenehmen Aufenthalt.
Mit besten Grüßen und Guёt gaon, wi sait us
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Eine kleine Geschichte, erlebt an einem münsterländischen Wasserschloss
In oder besser gesagt an einem Münsterländer Wasserschloss ist wieder der alte Landadel eingekehrt. Seit bereits sieben Jahren sitzt Cordula vom Schlosspark am Wegesrand und begrüßt die Besucher auf ihre unnachahmliche Art und Weise. Sie sitzt einfach nur würdevoll da, schaut sie erst prüfend, aber dann doch vertrauensvoll an und schweigt: eben alter westfälischer Landadel.
Selbst Sir Trusty, unser Jack-Russell-Terrier, brachte sie nicht aus der Fassung, lediglich ein leises Fauchen war zu hören. Überhaupt gingen einige Damen und Herren mit ihren Hunden an ihr vorbei, die aber jegliche Aggression vermissen ließen - man kannte sich offensichtlich.
Ein kleines blondes Mädchen streichelte vorsichtig die hübsche Ente, die man aufgrund ihrer Größe durchaus für eine Gans halten konnte. Auch sie kannten sich seit Jahren, wie uns die Kleine verriet. „Und manchmal bringe ich ihr was zum Futtern mit“, fügte sie lächelnd hinzu.
Ein älteres Ehepaar, dem Cordula schon oft begegnet war, erzählte uns: „Die ist irgendwo ausgebüxt, aber hier einfach nicht mehr wegzudenken, sie gehört jetzt zum Schloss!“
Das Gefühl hatten wir auch, als wir auf dem Rückweg wieder an Cordula vorbei mussten. Wie am Boden festgeklebt saß sie im grünen Frühlingsgras am Wegesrand und schaute uns mit ihren eindrucksvollen Augen zum Abschied noch einmal vertrauensvoll an. Offensichtlich genießt sie täglich den Umgang mit all diesen Menschen, groß und klein, jung und alt.
Es war auch für uns eine wunderbare Begegnung mit einer außergewöhnlichen Ente, einer kleinen Persönlichkeit, an einem sonnigen Frühlingstag im Park eines Münsterländer Wasserschlosses. Wir wünschen Cordula noch viele dieser eindrucksvollen, friedlichen Erlebnisse. Offensichtlich tut es beiden Seiten richtig gut, so soll und darf es bleiben!
Übrigens:
Eine Sage erzählt von einem Burgfräulein Cordula, das sich hier um 1500 leidenschaftlich verliebt haben soll, aber gegen ihren Willen mit einem anderen Mann zwangsverheiratet wurde. In Erinnerung an das Burgfräulein haben wir die zauberhafte Ente nach ihr benannt, die hier offensichtlich ohne Partner lebt. Damit Cordula vom Schlosspark nicht zu sehr belastet wird, haben wir ihren Lebensort etwas verklärt. Auf denkbaren Umwegen könnte jedoch ihr Lebensort ermittelt werden. Sollten Sie es herausfinden und ihr einen Besuch abstatten, dann behandeln Sie Cordula bitte mit der ihr gebührenden Höflichkeit.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Drei kleine, putzige Kerlchen schwimmen munter quietschend im Wasserbecken herum
Wer das kleine Riesenotterjunges betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass es ausgewachsen und im Verbund mit anderen Riesenottern, eine Anakonda und selbst ein Krokodil töten kann. Auf der Fotografie, die kürzlich im Allwetterzoo Münster entstand, sieht es noch sehr niedlich aus, als ob es kein Wässerchen trüben kann.
Beeindruckend sind aber schon seine großen „Pratzen“ mit den Schwimmhäuten, an denen sich mittlerweile kräftige Krallen entwickeln. Das kleine, putzige Kerlchen schwimmt mit zwei Geschwistern, munter quietschend und zwitschernd, im Wasserbecken herum. Ihnen dabei zuzuschauen, ist ein Spaß für die ganze Familie!
Alleine deswegen lohnt sich ein Besuch der riesengroßen Meranti-Tropenhalle im Allwetterzoo Münster, in der man und natürlich auch im Zoo selbst, noch weitaus mehr erleben kann.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Schon zu Lebzeiten war Marietheres Wübken ein Denkmal
Am Donnerstag, dem 19. Febr. 2026, verstarb Marietheres Wübken im Krankenhaus, nachdem sie kurz zuvor dort eingeliefert worden war. Geboren am 8. Sept. 1923 wurde sie 102 Jahre alt, ein biblisches Alter. Und trotzdem, sie wird vielen Menschen in Nottuln und darüber hinaus auf ihrem täglichen Gang durch die Kreithecke oder auf dem Weg zum Gottesdienst in die Kirche St. Martinus fehlen: Hatte sie doch immer Zeit für einen kurzen oder auch längeren Plausch.
Wir haben viel miteinander gescherzt und gelacht. Als wir sie aufgrund der Corona-Pandemie einmal baten, gut auf sich aufzupassen, sagte sie zu uns gewandt: "Ich tue was ich kann, aber der da oben kann viel mehr!" Ihr feiner Humor und ihr Glaube an Gott waren feste, unumstößliche Bestandteile ihres Lebens.
Marietheres hat auf ihre angenehme, freundliche Art und Weise Nottuln und seine Menschen geprägt. Dafür danken wir ihr herzlichst und wünschen ihr auf ihrer letzten Reise ins himmlische Paradies alles Gute und Liebe. Mit ihrem festen Glauben an Gott wird sie dort oben bestimmt einen guten Platz bekommen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dort oben ja auch eine Kreithecke, in der sie wieder ihre tägliche Runde drehen darf; mit der Natur war sie sehr verbunden.
Ihre Beisetzung findet am Freitag, dem 27. Februar, auf dem Nottulner Friedhof statt. Vorher, um 15.00 Uhr, wird in die Pfarrkirche St. Martinus Nottuln zum Requiem eingeladen.
P.S. Wer noch einmal auf den 100. Geburtstag von Marietheres Wübken zurückschauen möchte, der kann das gerne unter https://www.nottuln-blickpunkt.de/556-100-jahre-frau-marietheres-wuebken-und-weiter-geht-s tun.
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

